Ezequiel 19

1 Und du, erhebe ein Klagelied über die Fürsten Israels

2 und sprich: Welch eine Löwin war deine Mutter! Zwischen Löwen lagerte sie, unter jungen Löwen zog sie ihre Jungen groß. (O. Warum lagerte deine Mutter, eine Löwin, zwischen Löwen, zog unter… groß?)

3 Und sie zog eines von ihren Jungen auf, es wurde ein junger Löwe; und er lernte Raub rauben, er fraß Menschen.

4 Und als sie sah, daß ihre Hoffnung dahin, verloren war, da nahm sie ein anderes von ihren Jungen, machte es zu einem jungen Löwen.

5 Und es wandelte unter Löwen, wurde ein junger Löwe; und er lernte Raub rauben, er fraß Menschen.

6 Und er zerstörte ihre Paläste (So mit geringer Veränderung. Im hebr. Text steht: Und er kannte ihre Paläste (oder Schlösser),) verheerte ihre Städte; und das Land und seine Fülle entsetzte sich (O. verödete) vor der Stimme seines Gebrülls.

7 Und sie setzten ihn mit Nasenringen (Eig. Haken (welche durch die Nase gezogen wurde); dasselbe Wort wie Hiob 40,21) in den Käfig und brachten ihn zu dem König von Babel; sie brachten ihn in eine der Festen, auf daß seine Stimme nicht mehr gehört würde auf den Bergen Israels.

8 Deine Mutter war wie ein Weinstock, gleich dir (And. üb.: zur Zeit deiner Ruhe) an Wassern gepflanzt; von vielen Wassern wurde er fruchtbar und voll Ranken.

9 Und er bekam starke Zweige zu Herrschersceptern, und sein Wuchs erhob sich bis zwischen die Wolken; und er wurde sichtbar durch seine Höhe, durch die Menge seiner Äste.

10 Da wurde er ausgerissen im Grimm, zu Boden geworfen, und der Ostwind dörrte seine Frucht; seine starken Zweige wurden abgerissen und dürr, Feuer verzehrte sie.

11 Und nun ist er in die Wüste gepflanzt, in ein dürres und durstiges Land.

12 Und ein Feuer ist ausgegangen vom Gezweige seiner Ranken, hat seine Frucht verzehrt; und an ihm ist kein starker Zweig mehr, kein Scepter zum Herrschen. Das ist ein Klagelied und wird zum Klageliede.

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