Freiheit und Gewissen am Beispiel des Götzenopferfleisches
1 Ich komme zu der Frage, ob man Fleisch von Tieren essen darf, die Götzen geopfert wurden. Gewiss, wir alle haben Erkenntnis. Doch Erkenntnis allein lässt uns schnell eingebildet sein. Die Liebe dagegen baut auf.
1 Mit Bezug auf das GötzenopferfleischDas Fleisch der Götzenopfer, das nicht auf dem Altar verbrannt wurde, fiel teils den Priestern zu, teils wurde es von den Opfernden selbst zurückbehalten. Diese verzehrten es bei den feierlichen Opferschmäusen in den Göttertempeln und bei ihren häuslichen Mahlzeiten, oder sie verkauften es auf dem Markt. Die Christen konnten also mehrfach in die Lage kommen, von dem Fleisch der Götzenopfer zu essen. Wie sollten sie sich nun im einzelnen verhalten? Darauf antwortet der Apostel in 8 und 1Kor 10:15-32: Bei Fleischeinkäufen auf dem Markt soll man nicht ängstlich fragen, ob es Opferfleisch sei oder nicht. Bei den Mahlzeiten in den Häusern heidnischer Verwandter und Freunde darf man unbedenklich von dem Opferfleisch essen; nur die Rücksicht auf glaubensschwache Brüder gebietet einen Verzicht auf die christliche Freiheit. Dagegen kann von einer Teilnahme an heidnischen Opferschmäusen in den Göttertempeln für einen Christen keine Rede sein.(schreibt ihr in euerm Brief): "Wir wissen, daß wir alle (die rechte) Erkenntnis haben." (Bedenkt indes:) Die Erkenntnis (allein) macht stolz, die Liebe aber sucht andere zu fördern.