20 "Die Füchse haben ihren Bau", entgegnete ihm Jesus, "und die Vögel haben ihre Nester, aber der Menschensohn8,20: Menschensohn ist eine von Jesus bevorzugte Selbstbezeichnung. Er knüpft damit an Daniel 7,13 an, wo der zukünftige Herrscher des Gottesreiches angekündigt wird. hat keinen Platz, wo er sich ausruhen kann."
Matthäus 8:20
Em outras traduções
- LUTHER1912 1912 Bíblia de Lutero com Números de Strong
20 Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege.
- GANTP Albrecht NT e Salmos
20 Jesus sprach zu ihm: "Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel, die unter dem Himmel fliegen, haben Nester; doch der Menschensohn hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann."Der Ausdruck Menschensohn, wörtlich: Der Sohn des Menschen (vor beiden Hauptwörtern mit dem bestimmten Geschlechtswort), der uns hier zum ersten Mal begegnet, findet sich in allen vier Evangelien, und zwar 30mal bei Matthäus, 14mal bei Markus, 25mal bei Lukas und 11mal bei Johannes, außerdem noch in Apg 7:56. Sonst begegnen wir dem Namen nirgends im Neuen Testament; denn Off 1:13, 14:14 sowie Joh 5:27 sind nicht hierher zu rechnen, weil der Name an diesen Stellen ohne das bestimmte Geschlechtswort steht und deshalb nicht der Menschensohn, sondern nur ein Menschensohn heißt. — Es ist ferner beachtenswert, daß der Name Menschensohn in den Evangelien immer nur im Munde Jesu selbst vorkommt, abgesehen von Joh 12:34, wo ihn das Volk, ohne ihn zu verstehen, aus Jesu Rede aufgreift. Nie wird Jesus in den Evangelien mit diesem Namen von irgend jemand angeredet oder bekannt; dafür finden sich vielmehr die Ausdrücke: "Sohn Davids, Sohn Gottes, der Heilige Gottes, der Auserwählte Gottes, Christus, Herr." Abgesehen von Apg 7:56 findet sich der Name Menschensohn auch nicht in dem Sprachgebrauch der von Jesus redenden ältesten christlichen Gemeinden. — Der Ausdruck Menschensohn muß aus dem Alten Testament erklärt werden. Der Prophet Hesekiel wird von Gott mehrfach mit Menschensohn angeredet, wodurch dem Propheten die menschliche Schwäche und Hinfälligkeit gegenüber der göttlichen Kraft und Herrlichkeit zum Bewußtsein gebracht werden soll. Denselben Sinn hat der Ausdruck in Hio 16:21 und Hio 25:6. Wichtig ist Ps 8:3-8; dort wird gezeigt, wie klein und gering der Menschensohn (d.h. der Mensch) in Gottes großer, erhabener Schöpfung ist; und doch hat Gott diesen Menschensohn zum Herrscher über die Werke seiner Hände gesetzt. — In Ps 80:17 wird das Volk Israel als der Menschensohn bezeichnet., den Gott sich fest zugeeignet hat. Ist Israel als der Menschensohn auch in sich selbst ohnmächtig, so hat es Gott dennoch zu dem Manne seiner Rechten bestimmt, zu einem Volke, das er vor anderen Völkern erwählt und zur Ausführung seines Ratschlusses sich gleichsam zu seiner Rechten gestellt hat. — Von hier aus läßt sich nun auch die Stelle Da 7:13 verstehen. Da wird dem Seher in des Himmels Wolken einer gezeigt wie ein Menschensohn, der nach dem Untergang der vier Weltreiche zum König des ewigen Reiches von Gott eingesetzt wird. Da 7:18, besonders aber V27 in Dan. 7 (Da 7:27 zeigt, daß der Menschensohn in V13 zunächst eine bildliche Bezeichnung des fünften Reiches ist, worin das heilige Volk des Höchsten, der Menschensohn des 80. Psalms, die Herrschaft führen soll. Während die vier Weltreiche, in denen Gewalttätigkeit und Grausamkeit herrschen, unter schrecklichen Tiergestalten auftreten, offenbart sich in dem fünften, dem ewigen Reich die wahre, vollkommene Menschheit. Und der Menschensohn ist es, der hier die Menschheit in ihrer höchsten Vollkommenheit darstellt, und der deshalb auch würdig ist, die ganze Menschheit zu beherrschen und zu segnen. So versteht man, daß der Name Menschensohn dem verheißenen Messias, dem König aus Davids Geschlecht, in ganz besonderem Sinne zukommt. Mit diesem Namen bezeichnet sich denn auch Jesus fast ausschließlich in den Evangelien, und zwar in Übereinstimmung mit dem Alten Testament sowohl im Blick auf seine Niedrigkeit wie auf seine Herrlichkeit. — Als der Menschensohn ist Jesus arm und gering; er hat keine Stätte, wohin er sein Haupt legen kann; er wird von seinem Volke verworfen und gekreuzigt (vgl. z.B. Mr 8:31, 9:12, 31, 10:33, 14:21, 41). Aber diesen verachteten Menschensohn hat Gott zu seinem Gesandten erwählt, daß er in Gottes Namen rede und handle;vgl. Mt 9:6, 12:8, 13:37, 20:28ja Gott hat ihn zum Könige bestimmt, und als solchen will sich der Menschensohn bei seiner Wiederkunft in Herrlichkeit offenbaren (vgl. z.B. Mt 16:27-28, 24:27, 30, 25:31, 26:64). Ist der Menschensohn äußerlich auch allen anderen Menschen ähnlich, so überragt er sie doch andererseits unendlich. Denn er, der einzigartige unter allen Menschensöhnen, ist nicht ursprünglich Mensch gewesen, sondern er ist vom Himmel auf die Erde herabgestiegenJoh 3:13und Mensch geworden. Er kehrt auch wieder in den Himmel zurück,Joh 6:62und dorthin will er, der Menschensohn, auch die Menschen emporziehen,Joh 12:32indem er ihnen die Speise gibt, wodurch das ewige Leben mitgeteilt wird.Joh 6:53-58— Es sei hier daran erinnert, daß Paulus, statt den Ausdruck Menschensohn zu gebrauchen, von dem letzten Adam redet, dem zweiten Menschen, der aus dem Himmel stammt, und dessen Bild die Seinen einst tragen werden.1Kor 15:45-49
- ELO Darby Elberfelder Não Revisada 1905
20 Und Jesus spricht zu ihm: Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.
- ELB71 Elberfelder 1871
20 Und Jesus spricht zu ihm: Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.
- ELBBK Elberfelder Übersetzung (Versão de bibelkommentare.de)
20 Und Jesus spricht zu ihm: Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.
- SCH1951 Schlachter 1951
20 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein Haupt hinlegen kann.
- TKW Textbibel von Kautzsch und Weizsäcker
20 Und Jesus sagte zu ihm: die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels Nester; der Sohn des Menschen aber hat nicht, da er sein Haupt hinlege.
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