25 Ihn hat Gott als Sühnopfer öffentlich dargestellt. Durch sein vergossenes Blut ist die Sühne vollzogen worden, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. So hat Gott auch den Beweis erbracht, dass er gerecht gehandelt hatte, obwohl er die bis dahin begangenen Sünden der Menschen ungestraft ließ. 26 Und heute beweist er seine Gerechtigkeit dadurch, dass er den für gerecht erklärt, der aus dem Glauben an Jesus lebt.
Römer 3:25,26
Em outras traduções
- LUTHER1912 1912 Bíblia de Lutero com Números de Strong
25 welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld; 26 auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum.
- GANTP Albrecht NT e Salmos
25 Den hat Gott öffentlich zur Schau gestellt als Gnadenstuhl durch seinen blutigen Tod, den er im Glauben erduldet hat.Wie komme ich zu dieser Übersetzung? Die Stelle lautet im Griechischen: ον προεθετο ο θεος ιλαστηριον δια της πιστεως εν τω αυτου αιματι. Luther übersetzt: "welchen (gemeint ist Christus Jesus) Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut." Das ist nun zwar wörtlich übersetzt, aber ist es auch verständlich? Zunächst ist zu beachten, daß die Worte "durch den Glauben" in wichtigen Handschriften des Neuen Testaments fehlen. Dann braucht aber der Ausdruck "in seinem Blut" auch nicht von den Worten "durch den Glauben" abzuhängen, so daß hier der Glaube an Christi Blut gemeint wäre. Dieser Ausdruck kommt auch bei Paulus sonst gar nicht vor. Die Worte "in seinem Blut" werden vielmehr am einfachsten verbunden mit "Gott hat Christus Jesus vorgestellt zu einem Gnadenstuhl." Christus wird hier ein Gnadenstuhl genannt, weil er der Träger und Spender der göttlichen Gnade ist. Die Bedeutung Gnadenstuhl hat das hier gebrauchte griechische Wort ιλαστηριον in der einzigen Stelle, wo es sonst noch im Neuen Testament vorkommt,Heb 9:5und fast überall in LXX Der Gnadenstuhl, d.h. der goldene Deckel der Bundeslade im Allerheiligsten der Stiftshütte, war für Israel ein Sinnbild der Gegenwart des gnädigen, bundestreuen Gottes.2Mo 25:22, 4Mo 7:89Aber der Gnadenstuhl war dem Auge des Volkes verborgen. Nur der Hohepriester, und auch er nur einmal im Jahr am großen Versöhnungstag, durfte das Allerheiligste betreten. Christus dagegen ist als Spender der göttlichen Gnade aller Welt zugänglich. Denn Gott hat ihn als Gnadenstuhl oder Gnadenspender "vorgestellt," d.h. "zur Schau gestellt," aber "in seinem Blut," d.h. durch seinen blutigen Opfertod am Kreuz. Und was bedeuten nun die Worte "durch den Glauben" oder nach anderer Lesart "durch Glauben" δια πιστεως? Wenn sie nicht mit den Worten "in seinem Blut" verbunden werden, also sich nicht auf den heilsaneignenden Glauben der Christen beziehen, so können sie nur verstanden werden von dem Glauben Jesu Christi, der "durch den Glauben" das Versöhnungsopfer auf Golgatha vollbracht hat. So ergibt sich meine Übersetzung: "Den (Christus Jesus) hat Gott öffentlich zur Schau gestellt als Gnadenstuhl durch seinen blutigen Tod, den er im Glauben erduldet hat." Und hat Jesus nicht am Kreuz das höchste Maß des Glaubens bewiesen? Die Hauptsache im Glauben ist ja das feste, unerschütterliche kindliche Vertrauen auf Gott, den himmlischen Vater. Das hat Jesus stets in seinem Erdenwandel bewiesen,Heb 2:13am herrlichsten aber am Kreuzesstamm. Da hat er im Glauben die Gottverlassenheit überwunden, seinen Geist in des Vaters Hände befohlen und das große Versöhnungswerk vollbracht. DamitNämlich: durch Jesu Kreuzestod, durch den die Sünden gesühnt wurden. wollte Gott zunächst seine (richterliche) Gerechtigkeit erweisen, weil er die vorher begangenen SündenD.h. die Sünden der vorchristlichen Menschheit.vgl. Apg 17:30 in seiner LangmutUnd zwar im Blick auf Jesu Kreuzesopfer. ungestraft hat hingehen lassen. 26 Dann aber wollte er auch seine (gnadenspendende) Gerechtigkeit erweisen für die gegenwärtige Zeit. So sollte offenbar werden,Indem jetzt Gottes heilwirkende, gnadenspendende Gerechtigkeit in vollem Einklang steht mit seinem heiligen Wesen und seiner richterlichen Gerechtigkeit. daß er selbst (als Richter) gerecht ist, und daß er auch (aus Gnaden) den rechtfertigt, der Glauben hat wie Jesus.Wörtlich: "der aus Jesu Glauben ist," τον εκ πιστεως Ιησου. Dies versteht man gewöhnlich mit Luther: "der da ist des Glaubens an Jesum." Man faßt also den gen. Ιησου als gen. obj. Nun findet sich aber ganz derselbe griechische Ausdruck auch Rö 4:16. Da heißt es: Die göttliche Verheißung steht sicher für alle wahren Nachkommen Abrahams, und zwar nicht allein für die, die das Gesetz empfangen haben, sondern auch für jeden, der "aus Abrahams Glauben ist," τω εκ πιστεως Αβρααμ. Abrahams Glaube kann aber hier unmöglich bedeuten "Glaube an Abraham." Das wäre ja ganz sinnlos. "Aus Abrahams Glauben sein" heißt vielmehr, wie die Ausleger erklären und wie auch jeder Laie einsieht, "Glauben haben wie Abraham." Auch Luther übersetzt hier: "der des Glaubens Abrahams ist." Und was heißt da am einfachsten und verständlichsten "aus Jesu Glauben sein?" Doch wohl nichts anderes als "Glauben haben wie Jesus." Die Hauptsache im Glauben ist aber das zuversichtliche Vertrauen auf Gott. Dies Vertrauen hat Jesus im vollkommensten Maße bewiesen. Nun rechtfertigt Gott den, der Glauben hat wie Jesus, d.h. den, der wie Jesus kindlich auf den himmlischen Vater vertraut und in solchem Vertrauen die ihm in Christus angebotene Gnade Gottes dankbar annimmt. Im Glauben an Jesus gilt es auch zu glauben wie Jesus, obwohl hier zu bedenken ist, daß der Glaube der Kinder Gottes dem Glauben des Sohnes Gottes nur ähnlich sein kann. Ja nicht einmal durch die Auferstehung werden wir Christus gleich, wir werden ihm nur ähnlich sein.1Jo 3:2— Schon der Ungetaufte, der an Jesus Christus glaubt, muß in gewissem Sinne glauben wie Jesus, denn sein Glaube kann nicht ohne Vertrauen sein. Aber kindliches Vertrauen auf den himmlischen Vater, wie es Jesus bewiesen hat, kann nur den erfüllen, der durch die Taufe in Christi Gemeinschaft steht und zu einem Kind Gottes angenommen ist.vgl. Rö 6:3-11,Ga 3:27, Tit 3:5In ihm kann Christus lebenGa 2:20und Gestalt gewinnen, er kann deshalb auch glauben wie Jesus. Wie hier Rö 3:26, so fasse ich auch überall in den paulinischen Briefen in den Ausdrücken pistis Jesu Christu, pistis Christu, pistis Jesu den Genitiv nicht objektiv, sondern subjektiv; ich übersetze also: der Glaube Jesu Christi. Denn wenn Paulus klar und unmißverständlich von dem Glauben an Jesus redet, so sagt er nicht einfach pistis Jesu Christu, sondern er drückt sich umständlicher und bestimmter aus, indem er Wendungen gebraucht, die jeden Zweifel in bezug auf seine Meinung ausschließen. Ich verweise hier auf den griechischen Wortlaut der Stellen Phm 5, Kol 1:4, 2:5, Eph 1:15, auch 1Th 1:8. Die Stellen der paulinischen Briefe, in denen von dem Glauben Jesu Christi die Rede ist, sind: Ga 2:16,20, 3:22, Rö 3:22,25,26, Eph 3:12 und Php 3:9. Dazu kommen noch drei Stellen in den Briefen des Paulus an Timotheus, wenn sich dort auch nicht der genitivische Ausdruck Pistis Jesu Christi, sondern eine Umschreibung findet: 1Ti 1:14, 2Ti 1:13, 3:15. Auch Jak 2:1, Off 2:13, 14:12, wo ebenfalls von Jesu Glauben die Rede ist, werden die griechischen Genitive am einfachsten als gen. subj. oder auct. verstanden, ebenso der Genitiv in dem Ausdruck Mr 11:22: πιστις θεου. Endlich lassen sich auch die Genitive in 2Th 2:12 (πιστις αληθειας), in Php 1:27 (πιστις του ευαγγελιου) und in Apg 3:16 (πιστις του ονοματος αυτοι) ohne Schwierigkeit als gen. subj. oder auct. fassen. — Fast alle erwähnten Stellen gewinnen an Klarheit und Tiefe, wenn man die betreffenden Genitive nicht objektiv erklärt, sondern subjektiv.
- ELO Darby Elberfelder Não Revisada 1905
25 welchen Gott dargestellt hat zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; 26 zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesum ist.
- ELB71 Elberfelder 1871
25 welchen Gott dargestellt hat zu einem O. als einem Gnadenstuhl durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen O. in betreff des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; 26 zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesum O. Glaubens Jesu ist.
- ELBBK Elberfelder Übersetzung (Versão de bibelkommentare.de)
25 den Gott dargestellt hat zu einem Gnadenstuhl3,25 O. zu einem (od. als ein) Sühnungsmittel durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; 26 zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus3,26 O. Glaubens Jesu ist.
- SCH1951 Schlachter 1951
25 Ihn hat Gott zum Sühnopfer verordnet, durch sein Blut, für alle, die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit, wegen der Nachsicht mit den Sünden, die zuvor geschehen waren unter göttlicher Geduld, 26 zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.
- TKW Textbibel von Kautzsch und Weizsäcker
25 den Gott aufgestellt hat als Sühnopfer mittelst Glaubens an sein Blut, auf daß er erweise seine Gerechtigkeit - wegen des Uebersehens nämlich der Sünden, die zuvor geschehen sind 26 in der Zeit, da Gott seine Langmut walten ließ im Absehen auf die Erweisung seiner Gerechtigkeit in der Jetztzeit - also: auf daß er gelte als der, der gerecht ist, und der gerecht macht den, der vom Glauben an Jesus ist.
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