1 Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; 2 und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn danach. 3 Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden. 4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte, das durch den Mund Gottes ausgeht." 5. Mose 8,35 Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels d. h. der Gebäude im allgemeinen; der Tempel selbst, das "Heiligtum", wird im Griechischen durch ein anderes Wort bezeichnet6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest." Ps. 91,11-127 Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." 5. Mose 6,168 Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und spricht zu ihm: Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten O. mir huldigen; so auch v 10 willst. 10 Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." 5. Mose 6,1311 Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herzu und dienten ihm.
12 Als er aber gehört hatte, daß Johannes überliefert worden war, entwich er nach Galiläa; 13 und er verließ Nazareth und kam und wohnte in Kapernaum, das am See d. i. See Genezareth oder Tiberias liegt, in dem Gebiet von Zabulon und Nephtalim; 14 auf daß erfüllt würde, was durch den Propheten Jesajas geredet ist, welcher spricht: 15 "Land Zabulon und Land Nephtalim, gegen den See hin, jenseit des Jordan, Galiläa der Nationen: 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Lande und Schatten des Todes saßen, Licht ist ihnen aufgegangen." Jes. 9,1-217 Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.
18 Als er aber am See von Galiläa wandelte, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die ein Netz in den See warfen, denn sie waren Fischer. 19 Und er spricht zu ihnen: Kommet mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen. 20 Sie aber verließen alsbald die Netze und folgten ihm nach. 21 Und von dannen weitergehend, sah er zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiffe mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze ausbesserten; und er rief sie. 22 Sie aber verließen alsbald das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.
23 Und Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen unter dem Volke. 24 Und sein Ruf ging aus in das ganze Syrien; und sie brachten zu ihm alle Leidenden, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte; und er heilte sie. 25 Und es folgten ihm große Volksmengen von Galiläa und Dekapolis d. h. Zehnstadt, ein Landstrich mit zehn Städten im Nordosten von Palästina und Jerusalem und Judäa und von jenseit des Jordan.
1 Tunc Jesus ductus est in desertum a Spiritu, ut tentaretur a diabolo. 2 Et cum jejunasset quadraginta diebus, et quadraginta noctibus, postea esuriit. 3 Et accedens tentator dixit ei : Si Filius Dei es, dic ut lapides isti panes fiant. 4 Qui respondens dixit : Scriptum est : Non in solo pane vivit homo, sed in omni verbo, quod procedit de ore Dei. 5 Tunc assumpsit eum diabolus in sanctam civitatem, et statuit eum super pinnaculum templi, 6 et dixit ei : Si Filius Dei es, mitte te deorsum. Scriptum est enim : Quia angelis suis mandavit de te, et in manibus tollent te, ne forte offendas ad lapidem pedem tuum. 7 Ait illi Jesus : Rursum scriptum est : Non tentabis Dominum Deum tuum. 8 Iterum assumpsit eum diabolus in montem excelsum valde : et ostendit ei omnia regna mundi, et gloriam eorum, 9 et dixit ei : Hæc omnia tibi dabo, si cadens adoraveris me. 10 Tunc dicit ei Jesus : Vade Satana : Scriptum est enim : Dominum Deum tuum adorabis, et illi soli servies. 11 Tunc reliquit eum diabolus : et ecce angeli accesserunt, et ministrabant ei.
12 Cum autem audisset Jesus quod Joannes traditus esset, secessit in Galilæam : 13 et, relicta civitate Nazareth, venit, et habitavit in Capharnaum maritima, in finibus Zabulon et Nephthalim : 14 ut adimpleretur quod dictum est per Isaiam prophetam :
15 Terra Zabulon, et terra Nephthalim,
via maris trans Jordanem,
Galilæa gentium :
16 populus, qui sedebat in tenebris,
vidit lucem magnam :
et sedentibus in regione umbræ mortis,
lux orta est eis.
17 Exinde cœpit Jesus prædicare, et dicere : Pœnitentiam agite : appropinquavit enim regnum cælorum.
18 Ambulans autem Jesus juxta mare Galilææ, vidit duos fratres, Simonem, qui vocatur Petrus, et Andream fratrem ejus, mittentes rete in mare (erant enim piscatores), 19 et ait illis : Venite post me, et faciam vos fieri piscatores hominum. 20 At illi continuo relictis retibus secuti sunt eum. 21 Et procedens inde, vidit alios duos fratres, Jacobum Zebedæi, et Joannem fratrem ejus, in navi cum Zebedæo patre eorum, reficientes retia sua : et vocavit eos. 22 Illi autem statim relictis retibus et patre, secuti sunt eum. 23 Et circuibat Jesus totam Galilæam, docens in synagogis eorum, et prædicans Evangelium regni : et sanans omnem languorem, et omnem infirmitatem in populo. 24 Et abiit opinio ejus in totam Syriam, et obtulerunt ei omnes male habentes, variis languoribus, et tormentis comprehensos, et qui dæmonia habebant, et lunaticos, et paralyticos, et curavit eos : 25 et secutæ sunt eum turbæ multæ de Galilæa, et Decapoli, et de Jerosolymis, et de Judæa, et de trans Jordanem.