8Nun, Herr, wes soll ich denn harren?Worauf soll ich denn bei dieser Nichtigkeit des menschlichen Lebens meine Hoffnung setzen? / Ich hoffe allein auf dich!
9Von meinen Sünden errette mich, / Zum Spott des Gottlosen mache mich nicht!
11Nimm deine Plage weg von mir! / Deiner mächtigen Hand erliege ich.
20Die Schöpfung liegt ja in den Banden der Vergänglichkeit: Nicht nach eigener Wahl, vielmehr durch fremde Schuld.Durch die Schuld des Menschen.vgl. 1Mo 3:17 Ihr winkt jedoch die Hoffnung,
24Dies ist das Heil, worauf wir jetzt noch hoffen. Die Hoffnung aber, die man schon erfüllt vor Augen sieht, ist keine Hoffnung mehr. Denn wozu soll man das noch hoffen, was man schon sieht?
25Wenn wir jedoch auf das noch Unsichtbare hoffen, so warten wir darauf mit Sehnsucht und Geduld.
1Da nun die Verheißung, zu seiner Ruhe einzugehen, noch der Erfüllung harrt, so laßt uns auf der Hut sein, daß niemand unter euch das Ziel verfehle!
9Es steht mithin dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe in Aussicht.
16Laßt uns deshalb mit Zuversicht dem Gnadenthron nahen,Gottes Himmelsthron ist zu einem Gnadenthron geworden, seitdem Christus zur Rechten Gottes sitzt. damit wir Erbarmen erlangen und Gnade finden, wenn uns Hilfe not ist!Besonders in den Versuchungen.
2Anbetend preisen will ich Jahwe von ganzem Herzen, / All deine Wunder will ich erzählen;
14GnädigMit Ch können wir im Deutschen kein Wort beginnen; ich habe deshalb das G gewählt. sei mir, o Jahwe! Sieh an das Leid, / Das mir meine Hasser bereiten, — / Du, der mich erhebt aus des Todes Toren!Gemeint sind die Tore des Totenreichs. Wer aus ihnen emporgehoben wird, der entgeht dem Tod.
19Kann denn des Armen auf immer vergessen werden? / Ist’s mit der Elenden Hoffnung aus für ewig?Die Armen und Elenden sind die Frommen, die stillen Dulder in Israel.
4Alles, was Vorzeiten geschrieben worden ist, das ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir voll Ausdauer und gestärkt durch den Trost, den wir aus der Schrift schöpfen, an der HoffnungAuf die zukünftige Herrlichkeit. festhalten.
13Gott aber, der die Hoffnung wirkt, erfülle euch mit reicher Freude und mit Frieden im Glauben, damit ihr überreich an Hoffnung seid durch die Kraft des Heiligen Geistes!
33Der Gott des Friedens sei mit euch allen! Amen.Man hat gemeint, mit 15,33 schließe der Römerbrief, und Kap. 16, das ursprünglich ein kurzer Empfehlungsbrief für die Diakonisse Phöbe an die Gemeinde zu Ephesus gewesen sei, habe man später ganz zufällig dem Römerbrief als Schlußkapitel angehängt. Bis jetzt hat aber noch niemand zu erklären gewußt, wie sich ein kurzer nach Ephesus bestimmter Empfehlungsbrief als Anhang an den Schluß des Römerbriefs habe verirren können.
4Bedenkt, wie hoch und erhaben dieser Mann sein muß, dem der Erzvater Abraham sogar den Zehnten von den besten Beutestücken gegeben hat!
7Nun läßt sich aber nicht bestreiten, daß das Geringere von dem Größeren gesegnet wird.In Gottes Auftrag kann nur ein Höherstehender einen anderen segnen.
19- das Gesetz hat ja keine Vollkommenheit erzielt —; und zugleich wirdDurch Christi Priestertum. eine bessere HoffnungVgl. 6,18f. eingeführt, durch die wir uns Gott nahen dürfen.Also gleichsam in das Allerheiligste Zutritt haben.
7Höre, Jahwe, ich rufe laut! / Sei mir denn gnädig, erhöre mich!
11Zeige mir, Jahwe, deinen Weg, / Leit mich auf ebner BahnAuf der Bahn der Gerechtigkeit. / Um meiner Feinde willen.
14Hoff auf Jahwe! Sei getrost und unverzagt! / Ja, hoff auf Jahwe!Ps. 27 besteht aus zwei ungleichen Hälften. Die erste Hälfte (V1-6) ließe sich David zuschreiben, und wir könnten hier auch an die absalomische Verfolgungszeit denken. In der zweiten Hälfte aber (V7-14) ist die Lage und die Stimmung des Dichters ganz anders als in der ersten. Freilich kommt in beiden Hälften gleichmäßig das starke Gottvertrauen zum Ausdruck, und deshalb mögen auch beide Teile später zu einem Psalm verbunden worden sein.
1Was wollen wir nun daraus schließen? Wollen wir etwa bei der Sünde beharren, damit sich die Gnade mehre?Diese Folgerung zogen die Gegner des Apostels.
8Sind wir nun aber mit Christus gestorben, so werden wir auch — das ist unsere Zuversicht — mit ihm leben.
23Denn die Sünde zahlt als Sold den Tod. Das Gnadengeschenk Gottes aber ist das ewige Leben in der Gemeinschaft mit Christus Jesus, unserem Herrn.Dies ist das Endergebnis des Krieges zwischen den beiden Mächten Sünde und Gnade, die um die Königsherrschaft über den einzelnen Menschen kämpfen.
19Daß er ihr Leben vom Tode errette / Und sie erhalte in Hungersnot.
20Unsre Seele wartet auf Jahwe, / Er ist uns Hilfe und Schild.
22Deine Gnade, Jahwe, sei über uns, / Gleichwie wir auf dich harren!Dieser Psalm scheint nach einer Befreiung Israels aus der Hand mächtiger Feinde gedichtet worden zu sein. Manche denken hier an die Errettung Jerusalems vor dem assyrischen König Sanherib zur Zeit Hiskias (Jes 36:17, 2Kö 18:13-19:37). Der Inhalt des Psalms ist kurz folgender: Die Gemeinde Israels hat allen Grund, Gott zu danken, und der Tempel soll widerhallen vom Jubel der aus der Not Erlösten. Ein neues Lied soll erschallen, wie es hier noch nicht gehört ward. Denn was Gott an Israel getan hat, ist ein neuer Beweis seiner Bundestreue und zugleich eine neue Glaubensstärkung für sein Volk (V1-5). Der Gott Israels ist aber der allmächtige Schöpfer des Himmels und der Erde. Vor ihm müssen alle Völker erzittern; denn dem Wort seiner Allmacht kann nichts widerstehen (V6-9). Mögen deshalb auch die Heiden Pläne schmieden gegen Gottes erwähltes Volk, Gott, dessen Plan auf ewig besteht, er wird sie vereiteln. Wie glücklich ist darum Israel, daß es von diesem Gott erwählt worden ist! Gottes Allmacht ist aber auch verbunden mit Allwissenheit: er weiß sogar, was in den Herzen der einzelnen Menschen vorgeht (V10-15). Wer kann einem solchen Gott widerstehen? Heeresmacht und Heldenkraft, Streitrosse und Kriegswagen sind ohnmächtig gegen ihn. Wer aber im Glauben auf ihn harrt, der wird seine Hilfe herrlich erfahren (V16-22).
5Gründe auf Jahwe dein Lebenslos,Wörtlich: "Wälze auf Jahwe deinen Weg." Luther: "Befiehl dem Herrn deine Wege." Vgl. Paul Gerhardts schönes Lied: "Befiehl du deine Wege." / Traue auf ihn, denn er macht’s wohl!
13Doch Adonái lachet sein, / Denn er siehet: es kommt sein Tag.Der Tag, an dem der Frevler Gottes Gericht erfahren wird.
34Klammre dich an Jahwe, halt ein seinen Weg: / Er wird dich erhöhn, daß du erbest das Land. / Der Frevler Vernichtung siehst du mit an.
3Er labet meine Seele, / Er leitet mich auf rechten PfadenDie keine Gefahr bringen und die zum rechten Ziel führen. / Um seines Namens willen.
6Nur Glück und Gnade folgen mirSelbst wenn die Feinde mir auf den Fersen sitzen. / Mein Leben lang, / Und wieder weilen werde ich in Jahwes HausWenn ich nach Jerusalem zurückgekehrt bin (vgl. Anm. [b] zu Ps 5:1). — In neutestamentlicher Erfüllung ist Jesus der gute Hirte.Joh 10:12-15Er deckt den Seinen den Tisch vor allem im heiligen Abendmahl und salbt sie mit dem Öl seines Geistes. / Bis an das Ende meiner Tage.