2Jahwe ist mein Hirt: mir mangelt nichts. / Auf grünen Auen läßt er mich ruhn, / Zu stillen WassernWo der Müde den lieblichsten Ruheplatz findet und zugleich sich erfrischen kann. führt er mich.
3Er labet meine Seele, / Er leitet mich auf rechten PfadenDie keine Gefahr bringen und die zum rechten Ziel führen. / Um seines Namens willen.
12Nicht einer bewahre ihm Liebe, / Niemand erbarme sich seiner Waisen!
21Du aber, Jahwe Adonái, / Wirke mit mirD.h. wirke in Gemeinschaft mit mir, gleichsam als mein Bundesgenosse (so mit Ed. König). um deines Namens willen! / Rette du mich, weil deine Huld so herrlich ist!
26Hilf du mir, Jahwe, mein Gott, / Rette du mich nach deiner Huld!
3(Eine Einzelstimme:) / Wer darf Jahwes Berg besteigen, / Wer darf treten an seine heilige Stätte?
5Der wird Segen empfangen von Jahwe / Und Hilfe vom Gott seines Heils.
6So sind, die nach ihm fragen: / Die dein Antlitz suchen, sind Jakob.Sie sind Jakob, nicht nur dem Fleisch nach, sondern in voller Wahrheit.Jes 44:2, Rö 9:6 Sela.
1Ein Psalm. Ein Lied für den Sabbattag.Wie Ps. 92 für den Sabbat verordnet war, so gab es später auch für die anderen Wochentage bestimmte Psalmen: "für den ersten Tag nach dem Sabbat," wie es bei Ps. 24 auch in einem Zusatz in der LXX heißt, also für unseren Sonntag, für Montag Ps. 48, für Dienstag Ps. 82, für Mittwoch oder Donnerstag Ps. 81, für Freitag oder nach dem Zusatz der LXX "auf den Tag des Vorsabbats" Ps. 93. Der betreffende Psalm wurde gesungen, während der Priester das Weinopfer darbrachte, das mit dem Morgenopfer verbunden war.
2Köstlich ist es, Jahwe zu danken / Und deinem Namen, o Höchster, zu spielen,
3Am MorgenAlso gleich nach dem Erwachen. deine Huld zu verkünden / Und deine Treu in den Nächten,Spät abends.
2Hilf mir, Elohim, / Denn die Wasser bedrohen mein Leben!
15Entreiß mich dem Schlamm, daß ich nicht versinke! / Von meinen Feinden errette mich, / Zieh mich aus den Wassertiefen!
19O nahe du meiner Seele, erlöse sie, / Um meiner Feinde willen mache mich frei!Gottes Ehre wird es nicht zulassen, daß der Gerechte von seinen Feinden vernichtet wird.
1Ein Psalmlied Davids.Ps. 108 ist, vielleicht zum gottesdienstlichen Gebrauch, mit kleinen Veränderungen aus zwei ganz verschiedenen Stücken zusammengesetzt: V2-6 ist entnommen aus Ps 57:7-11, und V7-14 aus Ps 60:5-12. Der Psalm wird David zugeschrieben, weil er aus zwei davidischen Dichtungen stammt. Daß aber David selbst aus zweien seiner Lieder ein drittes gebildet habe, ist schwerlich anzunehmen. Die Erläuterungen zu Ps. 108 wolle man unter Ps. 57 und 60 nachlesen.
5Denn groß bis über die Himmel hinaus ist deine Gnade, / Bis zu den Wolken reicht deine Treu.
7Damit deine Lieben gerettet werden, / So hilf denn mit deiner Rechten und hör uns!
8Nun, Herr, wes soll ich denn harren?Worauf soll ich denn bei dieser Nichtigkeit des menschlichen Lebens meine Hoffnung setzen? / Ich hoffe allein auf dich!
9Von meinen Sünden errette mich, / Zum Spott des Gottlosen mache mich nicht!
11Nimm deine Plage weg von mir! / Deiner mächtigen Hand erliege ich.
5Gründe auf Jahwe dein Lebenslos,Wörtlich: "Wälze auf Jahwe deinen Weg." Luther: "Befiehl dem Herrn deine Wege." Vgl. Paul Gerhardts schönes Lied: "Befiehl du deine Wege." / Traue auf ihn, denn er macht’s wohl!
23Menschen tun feste Schritte mit Jahwes Hilfe, / Wenn ihr Wandel ihm wohlgefällt.
39Treu schirmt Jahwe die Gerechten; / Er ist ihre Schutzwehr zur Zeit der Not.
1Ein Psalm Asafs.Das kann auch hier bedeuten: ein Psalm, der aus Asafs Jahrhunderte hindurch bestehenden Sängerfamilie hervorgegangen ist. / Elohim tritt auf in der Gottesgemeinde, / Unter den "Göttern" hält er Gericht:Der Dichter sieht im Geist Gott in der Gottesgemeinde Israels ehrfurchtgebietend auftreten, um Gericht zu halten. Und wen will er richten? Die "Götter" (hebräisch: Elohim). Mit diesen Elohim oder Göttern sind aber nicht Engel oder Götter der Heiden gemeint, wie neuere Theologen wunderlich erklären, sondern Menschen, und zwar Menschen inmitten des Volkes Israel, auf die Gott (Elohim) etwas von seiner Macht- und Herrscherwürde gelegt hat, so daß sie auch gleichsam als Elohim auf Erden dastehen. Kurz, die "Götter" sind die Richter und Obrigkeiten in Israel (vgl. 2Mo 21:6, 22:7,28, wo die Richter auch Elohim oder "Götter" genannt werden). Die Obrigkeit ist Gottes Dienerin; aber deshalb muß sie ihr Amt auch im Sinne Gottes ausrichten. Gott hält nun nach Ps 82:1 inmitten der von ihm selbst bestellten Machthaber Gericht und rügt sie wegen der Ungerechtigkeit in der Ausübung ihres Amtes.
3Des Geringen, der Waise nehmt euch an, / Dem Gedrückten und Dürftigen schaffet Recht!
4Befreit den Geringen und Armen, / Aus der Frevler Händen errettet ihn!In V3 und 4 wird den Machthabern Gerechtigkeit gerade gegen die eingeschärft, die sich nicht, wie die Großen und Angesehenen, selbst Recht schaffen können.
6Meine Hände hab ich zu dir gebreitet, / Wie nach Regen lechzendes Land lag meine Seele vor dir.Meine Seele lechzte nach deiner Hilfe, wie das dürre Erdreich nach Tau und Regen lechzt. Sela.
9Rette mich, Jahwe, von meinen Feinden! / Bei dir hab ich Zuflucht gesucht.
11Um deines Namens willen, Jahwe, erhalt mich am Leben, / In deiner Treue reiß mich aus der Bedrängnis!
3Er sende dir Hilfe vom Heiligtum / Und stütze dich von Zion her!Wo Gott in seinem Heiligtum wohnt.
7(Eine Einzelstimme:) / Nun weiß ich, daß Jahwe seinem GesalbtenSeinem gesalbten König. hilft, / Aus seinem heiligen Himmel erhört er ihn / Durch gewaltige Taten seiner Rechten.
5Jahwe ist dein Hüter, / Jahwe ist dein Schatten über deiner rechten Hand.Schatten bedeutet hier "Beschützer," der als der Stärkere an der rechten Seite steht.
7Jahwe wird dich behüten vor allem Übel, / Er wird deine Seele behüten.Gott schützt nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.
8Jahwe wird deinen Ausgang und Eingang behütenEr behütet dich auf Schritt und Tritt. / Von nun an bis in Ewigkeit.
1Ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war.Auf seiner Flucht vor Absalom weilte David, ehe er den Jordan überschritt, etwa zwei Tage in der Wüste Juda, jener traurigen Einöde, die sich an der Westseite des Toten Meeres hinzieht.2Sa 15:23,28, 16:2, 17:16Die Wüste, die David umgibt, wird ihm ein Bild seines inneren Zustandes. Die angeführten Schriftstellen zeigen uns, wie er leiblich ermattet war. Aber auch geistlich fühlte er sich schwach und elend, weil er fern von dem Heiligtum auf Zion war. Diese Stimmung spricht sich aus in unserem Psalm, der in der alten Kirche in dem sonntäglichen Morgengottesdienst gesungen wurde.
4Denn deine Gnade ist besser als Leben;Der Besitz der göttlichen Gnade ist besser als das leibliche Leben; ja, dieser Besitz ist das höchste Gut, das wahre Leben. / Meine Lippen sollen dich loben.
8Denn du bist mein Beistand gewesen, / Im Schatten deiner Flügel juble ich.