2Laßt uns mit Dank vor sein Antlitz treten, / In Lobgesängen ihm jubeln!
3Denn ein großer Gott ist Jahwe, / Ein großer König über alle Götter."Götter" sind die Mächte der Natur- und Menschenwelt, die von den Heiden verehrt werden.
6Kommt, laßt uns anbeten und niederfallen, / Knien vor Jahwe, der uns erschaffen!"Erschaffen" nicht allgemein als Menschen, sondern "der uns als Volk hat erstehen lassen," und zwar als ein Volk, das der Träger der göttlichen Offenbarung sein sollte.
10Dein Königreich komme! Dein Wille geschehe, wie im Himmel,Von den Engeln. also auch auf Erden!Von den Menschen. — Der Anfang des jüdischen Gebets Kaddisch lautet: "Verherrlicht und geheiligt werde sein großer Name in der Welt, die er nach seinem Willen geschaffen hat, und er lasse sein Königtum herrschen."
11Unser Brot für morgenDas hier gebrauchte Wort epiusios kommt außer Lu 11:3 nicht weiter vor. Seine Bedeutung ist ganz unsicher. Manche übersetzen es mit "hinreichend," "notwendig." Die Vulgata hat supersubstantialis (überirdisch, himmlisch) mit Beziehung auf das Abendmahl. Nach dem Zeugnis des Kirchenvaters Hieronymus hat nun aber in dem aramäischen, d.h. also in der Sprache Jesu und er Apostel Israels geschriebenen Hebräerevangelium die vierte Bitte gelautet: "Unser Brot für morgen gib uns heute." Dieser Wortlaut, der sich übrigens auch in der Liturgie der koptischen Jakobiten findet (vgl. F.E. Brightman: Liturgies Eastern and Western, 1916. p. 182), ist deshalb vorzuziehen, weil die Judenchristen Palästinas die ursprünglichen Ausdrücke Jesu im Vaterunser treu bewahrt haben werden. Die Bedeutung "auf den folgenden Tag, von einem Tage zum anderen reichend," hat das griechische epiusios auch nach dem Handwörterbuch von Passow. — Heute um das Brot für morgen zu bitten, ist übrigens nicht im Widerspruch mit Mt 6:34; denn zwischen dem gläubigen Beten und dem ungläubigen Sorgen, wovon 6,34 redet, ist doch ein großer Unterschied, und in der 4. Bitte wird Gott gerade bei dem Wortlaut: "Unser Brot für morgen gib uns heute" ausdrücklich gebeten, seinen Kindern die Sorge für den folgenden Tag ganz abzunehmen. gib uns heute!
32Denn das sind lauter Fragen, womit sich die Heiden beschäftigen. Euer himmlischer Vater weiß ja, daß ihr dies alles nötig habt.
9Habt (alle Menschen) aufrichtig lieb! Habt Abscheu vor dem Bösen und Eifer für das Gute!
11In euerm Eifer seid nicht träge! Glüht im Geist! Dient dem Herrn!
13Helft eifrig mit an der Unterstützung der Heiligen!Sind hier vielleicht besonders die armen Christen in Jerusalem gemeint, für die Paulus gerade damals in seinen Gemeinden Liebesgaben sammelte? (Vgl. 15,25ff.). Übt fleißig Gastfreundschaft!
8Warum haltet ihr’s denn für unglaublich, daß Gott Tote auferweckt?Hier ist an Jesu Auferweckung zu denken.
22Durch Gottes Beistand lebe ich heute noch und lege hoch und niedrig Zeugnis ab, indem ich nur das lehre, was die Propheten und auch Mose vorausverkündigt haben:
27Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, du glaubst."
2Wie eine Hindin lechzt nach Wasserbächen, / So lechzt meine Seele, Elohim, nach dir.Während nach einer Bemerkung von Franz Delitzsch im ersten Buch des Psalters der Gottesname Jahwe 272mal und der Name Elohim nur 15mal vorkommt, findet sich im zweiten Buch des Psalters der Name Elohim 164mal, Jahwe dagegen nur 30mal.
3Meine Seele dürstet nach Elohim, dem lebendigen Gott. / Wann werd ich kommen und vor Elohim erscheinen?Nämlich: in seinem Heiligtum auf Zion. Erwähnt sei hier das schöne Wort Jung-Stillings: "Selig sind, die da Heimweh haben; denn sie sollen nach Hause kommen."
10So sprech ich nun zu Gott, der mir ein Fels: / Warum hast du denn mein vergessen? / Warum soll ich betrübt einhergehen, / Wenn der Feind mich drängt?"Die Erfahrung in der Vergangenheit (V9) gibt dem Dichter in seiner traurigen Lage den Mut zu der vertrauensvollen Bitte in V10.
30Denn das sind lauter Fragen, womit sich die Heiden hier in der Welt beschäftigen. Euer Vater weiß ja, daß ihr dies nötig habt.
43Wohl dem Knecht, den der Herr bei seiner Rückkehr also tätig findet!
50Zuvor aber muß ich eine Taufe erleiden.Die Leidens- und Todestaufe.Mr 10:38 Und wie sehne ich mich danach, daß sie vollzogen werde!Denn erst nach seiner Leidenstaufe kann das himmlische Feuer, das Geistesfeuer, seine volle Wirkung üben. Dann soll der scheidende und läuternde Kampf mit dem Bösen ausgefochten werden.
7Ja, du machst ihn zum Segen auf ewig, / Erfüllest ihn mit Freude vor dir.
8(Eine Einzelstimme:) / Denn der König vertrauet auf Jahwe, / Durch des Höchsten Gnade wanket er nicht.
10Du machst sie gleich einem Feuerofen, wenn du erscheinst.D.h. du wirst sie vertilgen; vgl. Mt 25:41. / Jahwe verderbt sie in seinem Zorn, / Und Feuer wird sie verzehren.Vgl. Off 19:20, 20:15.
7Sieh, ich komme bald!Der Engel fügt hier seiner Rede ein Wort des Herrn ein (vgl. 3,11). Selig, wer die Worte der Weissagung in diesem Buch zu Herzen nimmt!"Vgl. 1,3.
9Er aber sprach zu mir: "Tu das nicht! Ich bin (ja nur) dein Mitknecht und (der Mitknecht) deiner Brüder, der Propheten, und aller, die die Worte dieses Buches zu Herzen nehmen. Bete Gott an!"Vgl. 19,10.
21Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit allen Heiligen! Amen.
6Die Leute warteten darauf, daß er anschwelle oder plötzlich tot zu Boden falle. So warteten sie lange. Als sie aber sahen, daß ihm nichts Besonderes widerfuhr, da schlug ihre Meinung um, und sie behaupteten, er sei ein Gott."Noch heute feiern die Malteser jährlich am 10. Februar mit großer Begeisterung das Fest des 'Naufragio', des Schiffbruchs des Paulus, den sie als den großen Heiligen und besonderen Schutzpatron der Insel verehren. Auch jener Otter wird dabei nicht vergessen." (Schneller, Rom, S.13.)
27Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt. Ihre Ohren hören schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen. Sie können sie nicht sehen mit ihren Augen, mit ihren Ohren können sie nicht hören, mit ihrem Herzen nicht verstehen und sich bekehren, daß ich sie heile.Jes. 6,9f. nach LXX Vgl. Mt 13:13-15, Mr 4:12, Joh 12:40.
28So wisset denn: Den Heiden ist dies Gottesheil gesandt worden. Bei ihnen findet’s auch Gehör."
42Dann fuhr er fort: "Jesus, gedenke mein, wenn du in deiner Königsherrschaft kommst!"Nimm auch mich dann in dein Reich auf. — Der Schächer erwartet also, daß Jesus auferstehen wird; denn sonst könnte er ja nicht als König kommen.
46Da rief Jesus mit lauter Stimme: "Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist!"Ps 31:6. Mit diesen Worten verschied er.
50Nun war im Hohen Rat ein Mitglied namens Josef, ein trefflicher, gerechter Mann,
5und von Jesus Christus, dem zuverlässigen ZeugenDer den Gemeinden warnend, strafend und tröstend die Wahrheit bezeugt. dem Erstgeborenen von den TotenDem zuerst von den Toten Auferstandenen.1Kor 15:20, Kol 1:18 und dem Herrscher über die Könige der Erde!Ps 89:28.
6Ihm,Ich beginne mit τω αγαπωντι einen neuen Satz. der uns geliebt und uns von unseren Sünden durch sein Blut erlöstPs 130:8. und uns zu einem Königtum,Zu Genossen seines Reiches, dessen König Gott ist.2Mo 19:6, Da 7:22, 27 zu Priestern für seinen Gott und Vater gemacht hat;Jes 61:6. ihm gebührt die Herrlichkeit und Macht in alle Ewigkeit! Amen.
15seine Füße glichen Silbererz, das im Feuerofen weißglühend geworden ist;Da 10:6. seine Stimme klang wie das Rauschen vieler Wasser.Hes 1:24, 43:2, Da 10:6.
20(Schreib jetzt zunächst) das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner rechten Hand gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter! Die sieben Sterne sind die EngelDie Bischöfe oder Vorsteher. der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden.
17Von Milet sandte er Botschaft nach Ephesus und berief die Ältesten der dortigen Gemeinde zu sich.
23Nur soviel ist gewiß: der Heilige Geist weist michDurch prophetische Kundgebungen. in allen StädtenDurch die ich jetzt reise, und zwar in den Versammlungen der christlichen Gemeinden. eindringlich darauf hin, daß Gefangenschaft und LeidenIn Jerusalem. mich erwarten.
26Darum erkläre ich euch heute feierlich: Ich bin ganz rein von euer aller Blut.Mich trifft keine Schuld, wenn einer von euch dem ewigen Tod anheimfällt (18,6).
28So habt denn acht auf euch und auf die ganze Herde, über die euch der Heilige GeistDurch die prophetische Berufung zum Amt.vgl. 1Ti 1:18, 4:14Klemens von Alexandria berichtet von dem Apostel Johannes, er habe auf seinen Reisen, die er von Ephesus aus machte, in den Gemeinden solche, "die von dem Geiste bezeichnet wurden," in den Klerus, d.h. unter die Zahl der Priester aufgenommen (Euseb. hist. eccl. III,23). Ebenso schreibt Klemens von Rom den Korinthern, daß die Apostel Männer, die sie "durch den Geist geprüft hatten," zu Bischöfen und Diakonen einsetzten (1. Clem. ad Cor. c. 42). als BischöfeD.h. Aufseher.Php 1:1, 1Ti 3:2, Tit 1:7 gesetzt hat, daß ihr des Herrn Kirche weidet, die er sich durch sein eigen Blut erworben hat!
3Jahwe, mein Fels, meine Burg, mein Retter bist du! / Mein Gott ist mein Hort, zu dem ich fliehe. / Mein Schild,Vgl. 1Mo 15:1. das Horn meines Heils,D.h. die Macht, die meiner Ohnmacht aufhilft. meine Feste ist er.
4Preiswürdig, ruf ich, ist Jahwe, / Ich ward errettet von meinen Feinden!
33Gott ist’s, der mich mit Kraft gegürtet, / Der meinen Weg ohn Anstoß machte.So daß ich ohne Hindernis dem Ziel entgegeneilen konnte.
3Jahwe, was ist doch der Mensch, daß du sein gedenkst, / Des Sterblichen Kind, daß du ihn beachtest?Ps 8:5.
7Streck aus deine Hand von der Himmelshöh! / Reiß mich heraus, befrei mich aus großen Wassern:Ps 18:17. / Aus der Hand der Söhne der Fremde,Vgl. Ps 18:45-46.
13Unsre Speicher sind dann gefüllt / Und spenden allerlei Frucht. / Unsre Schafe gehen tausend-, ja zehntausendweis / Auf unsern Triften.